COW = Cult of Wood – Interview mit dem Gründer Tomas Tamosiunas
Baltic Design Shop - 03.05.2017
Vielen Dank, Tomas, dass du Zeit gefunden hast, meine Fragen zu beantworten! Wir starten gemeinsam mit einer großen Rabatt-Aktion für die Ess- und Schreibtische, Kommoden und Trolleys der COW-Möbelserie. Es wäre also interessant zu wissen, wer denn überhaupt hinter diesen Möbeln steckt.
Erzähl bitte kurz, was ist COW, wer bist du und wie habt ihr einander gefunden?
Danke für die Möglichkeit, COW und unser Team vorzustellen! Mein Name ist Tomas Tamosiunas und ich bin der Gründer und Geschäftsführer des Labels COW=Cult of Wood.
Wie der Name Cult Of Wood schon sagt, ist Holz unsere Leidenschaft. In unseren Möbeln ist ein Maximum an Holz und ein Minimum an anderen Materialien vorhanden. Das Eichenholz bringt Wärme in den Raum, Behaglichkeit und ein kleines Stück Natur und das ist das, was uns an Holz so begeistert.
Design als Solches, funktionale Möbel und Architektur haben mich schon von der frühen Kindheit fasziniert. Später war ich mehr als zehn Jahre im Immobiliengeschäft tätig, wo ich unter den sehr verschiedenen Projekten auch Wohnhäuser, Villen und Büros einrichten half, indem ich maßgeschneiderte Holzmöbel für unsere Kunden anfertigen ließ.
Estland hat eine langjährige Erfahrung in der Möbelproduktion, viele erfahrene Tischler und einen modernen Maschinenpark. Viele weltbekannte und anerkannte Designer-Möbel Marken lassen Teile ihrer Produktpalette in Estland anfertigen. Und so, aus den beruflichen Kontakten und Erfahrungen, aus meinen Beobachtungen und einer quasi ungeplanten Marktanalyse, reifte in mir die Idee eine eigene Möbelserie zu entwickeln. 2010 fang ich an und zwei Jahre später wurde die COW-Serie im Rahmen des estnischen Designpreises „Bruno“ als „erwähnenswerte Arbeit“ von der internationalen Jury ausgezeichnet. Dies und das Interesse und Feedback meiner Kunden haben mich in meiner Arbeit bestätigt, mir die Sicherheit gegeben, dass ich auf dem richtigen Weg bin.
Woher kommen die Ideen für neue Produkte? Wer entwirft sie, wer ist für die Produktentwicklung und wer für den Markteintritt zuständig?
COW Möbelserie wurde entworfen in Zusammenarbeit mit der vom Designer Jukka Haltunen geführten Designagentur TenTwelve und dem französischen Designer Emmanuel Meslet.
Für herausragende Produkte, die sich von der Masse abheben, benötigt man eben professionelle und kreative Designer, sowie Produktentwickler, die zur richtigen Zeit hinzukommen. Auch unsere Kunden – Innenarchitekten, Händler und Endverbraucher -sind uns eine große Hilfe – viele Produkte entstanden gerade weil ihnen was gefehlt hat. So z.B. COW Media Stand, COW Sideboard und COW Nightstand.
Und wer sind eure Kunden? Aus welchen Ländern? Warum sind die Tische, Kommoden und Schränke für sie die richtige Wahl?
Die Kreativmöbel von COW sehen gut aus sowohl in privaten Räumen als auch in Büros, in modernen Einrichtungen, aber auch in Altbauten mit antikem Look. Du kannst entweder nur ein-zwei Möbelstücke von COW verwenden oder deine Wohnung mit der ganzen Serie an Schränken, Kommoden, Trolleys und Tischen einrichten. Es sind hochwertige, stabile und natürliche Designer-Möbel mit vielen Gestaltungsmöglichkeiten exakt nach deinen Wünschen und Bedürfnissen. Die Kombination aus natürlichem Eichenholz und weißen Oberflächen und Rahmen gibt den Möbeln einen unverwechselbaren und besonderen Touch.
Momentan arbeiten wir daran, in den europäischen Markt einzutreten, wo das nordische Design, natürliche Materialien, handgefertigte Schreinermöbel, lokale Produktion und Nachhaltigkeit bewusst geschätzt werden.
Welche Produkte aus der COW-Serie sind deine persönlichen Lieblinge?
Mein persönlicher Favorit ist der Schreibtisch COW 160. Mein eigener Schreibtisch ist der erste Prototyp für diesen Schreibtisch gewesen und jeden Tag freue ich mich über ihn. Der Schreibtisch hat eine sehr breite Arbeitsfläche, was ich besonders mag. Zudem verschwinden alle Kabel, Adapter und Co. in der Textiltasche in der Mitte und stören nicht beim Arbeiten.
Auch Trolley 300 hat mir auf Anhieb sehr gefallen, ebenso COW TV-Stand. Ein schwarzer Fernseher ist nicht der schönste Gegenstand im Wohnzimmer oder im Konferenzraum. Deshalb ist dieser TV-Stand perfekt, um den Fernseher ab und zu herauszuholen. Und in der restlichen Zeit hat man einfach einen schönen Schrank im Raum mit Türen aus warmem Eichenholz. Wunderbar!
Und was wird es neues von COW demnächst geben?
COW-Serie wird sich natürlich – wie alles in der Welt – weiterentwickeln. Wie ich schon erwähnt habe – wie reagieren stark auf Kundenwünsche und die Ideen gehen in die Richtung, ein Day-Bed und einen Sessel anzubieten. Auf langer Sicht werden noch weitere Holzmöbel folgen.
Jetzt zu etwas anderen Themen:
Was charakterisiert für dich das estnische Design? Wie anders und eigen ist es im Vergleich zu skandinavischem Design oder zu den Arbeiten in anderen baltischen Ländern? Und wie siehst du die Zukunft des Designlebens in Estland?
Für mich gehören zum estnischen Design Merkmale wie asketisch, funktional und auf Grundbedürfnisse der Menschen ausgerichtet. Bestimmt auch smartes Design und nicht-luxuriöse Ästhetik. Estnisches Design sucht noch eine eigene Nische in der Welt, wir haben auch keine Berühmten Designer, Kunst- oder Designikonen, die dabei mitwirken könnten. Andererseits gibt es hier in der Region viele talentierte Designer, deren Arbeiten mit Red Dot, IF und anderen Designawards ausgezeichnet wurden. Ich sehe also keinen Grund, warum wir nicht in der Welt erfolreich sein könnten.
Und zum Schluss: wenn ein designinteressierter Ausländer nach Estland kommt – welche Orte müsste er unbedingt besuchen?
Wenn er in Tallinn unterwegs ist, dann unbedingt Rottermann Quartier, KUMU Kunstmuseum und den Designladen von ESTONIAN DESIGN HOUSE in Solaris-Center. Auch die kleinen Boutiques in der Altstadt sind einen Besuch Wert. Einen guten Überblick über das estnische Design bekommt man im Rahmen des Designfestivals DISAINIÖÖ (25.09-01.10).
Tomas, vielen Dank für das Interview!
Mehr Informationen über COW-Möbel findest du HIER und auf Facebook





