Kinderzimmer gestalten mit Aufbewahrungstüten von Kaktumaiss
Baltic Design Shop - 09.09.2015

Ieva Zālamane ist eine junge lettische Designerin, die im Mai 2015 unter dem Label Kaktumaiss mit ihrer ersten Aufbewahrungs-Kollektion für Kinderzimmer herauskam und in Lettland immer mehr begeisterte Kunden findet.
Auch ich war sofort von den Aufbewahrungs-Tüten angetan und traf Ieva neulich ich Riga, um sie und ihre Paper Bags besser kennenzulernen.
Liebe Ieva: Was hast du früher gemacht und wie bist du zum Wohndesign gekommen?
Ich habe eigentlich im Lettischen Kulturcollege Kulturmanagement und Theaterproduktion studiert und in diesem Bereich auch bis zur Geburt meines Sohnes gearbeitet. Ich hatte also keine Berührungspunkte mit Produktdesign vorher. Kurz nachdem mein Sohn geboren wurde, habe ich angefangen, mich mit den Aufbewahrungssäcken zu beschäftigen.
Der Grund war, dass ich für meinen Sohn nach Spielzeugaufbewahrung gesucht habe, das gleichzeitig schön und originell aussehen sollte und auch für kleine Babys unbedenklich ist. Da ich nichts Passendes gefunden habe, entschied ich mich, die Aufbewahrungstüten selber herzustellen.
Für wen sind die Aufbewahrungs-Tüten gedacht? Welche anderen Anwendungsmöglichkeiten hast du für die Paper Bags entdeckt?
Meine Ursprungsidee war es, das Kinderzimmer originell und gemütlich zu gestalten. Papier ist ein tolles Material, was sehr viel Wärme und Sympathie ausstrahlt. Mit lustigen Motiven versehen, sind die Tüten tolle Dekoration im Kinderzimmer, wo neben Spielzeug, auch Kissen, Decken, Bücher oder anderes verstaut werden kann.
Wir leben ja in einer ständigen Zeitknappheit, kaum jemand hat noch Zeit, um das eigene Zuhause regelmäßig zu putzen und laufend in Ordnung zu halten. Statt es zu machen, sitzen wir lieber mit unseren Freunden auf dem Sofa oder am Küchentisch, trinken Tee und unterhalten uns. Die Papiertüten sind perfekt, um das gröbste Durcheinander im Wohnzimmer, im Kinderzimmer oder in der Küche schnell zu beseitigen.
Die Aufbewahrungstüten können aber auch im Bad für Handtücher, Klopapierrollen oder schmutzige Wäsche benutzt werden oder im Wohnzimmer für Kissen, Plaids und Zeitschriften. Sogar als coole Blumentöpfe kann man die benutzen, wenn gerade kein gescheiter Topf zur Hand ist.
Es ist ja das tolle am Paper Bag – er kann so vielseitig eingesetzt werden!
Und wie läuft der Herstellungsprozess ab? Hilft dir jemand dabei?
Das Material für die Säcke kaufe ich bei einer lettischen Firma. Sie haben sich auf die Produktion von zertifiziertem Öko-Papier spezialisiert, das mit Naturfarben verarbeitet wird. Also äußerst kinderfreundliches Material, was meine Produkte von Anfang an ja auch ausmachen sollte.
Die Säcke stelle ich selber in Handarbeit her. Das Design denke ich mir ebenfalls selber aus. Ich skizziere die Motive auf dem Papier und mein Mann und ein gemeinsamer Freund von uns helfen mir, die Skizzen in digitaler Form zu bringen. Dann drucke ich die Motive aus und klebe sie auf die Papiersäcke. Ich habe dabei kein strukturiertes Vorgehen – ich klebe die Motive dorthin, wo Platz ist und wie sie meiner Meinung nach am besten aussehen. Also ist jede Papiertüte sozusagen ein Einzelstück.
Was bedeutet eigentlich der Name „Kaktumaiss“?
Es ist lettisch und bedeutet so viel wie „Ecktüte“.
Ieva, vielen Dank für das Interview!
Mehr Informationen zu Ieva und Ihr Label Kaktumaiss findest du HIER