Designerin Maria Rästa entwirft Alltagsgegenstände mit Humor
Die Designerin Maria Rästa ist in Estland vor allem für ihren Hocker TIBU bekannt, aber auch alles andere, was sie entwirft, hat eine spielerische Form. "Ich möchte in Alltagsgegenständen Positivität sehen, sodass sie ein Lächeln auf jeden Gesicht zaubern", sagt sie.
Die Designerin Maria Rästa hat als Kind gerne gezeichnet und gebastelt. "Es war meine Lieblingsbeschäftigung", gibt sie zu. Als sie Mutter wurde, hat sie sich zunehmend für Design, Innenarchitektur und Möbelentwurf interessiert. Als sie anfing, ihre Wohnung nach eigenen Vorstellungen zu renovieren und Schwierigkeiten hatte, passende Möbel in gängigen Möbelgeschäften zu finden, skizzierte sie kurzerhand eigene Möbelstücke, die sie anfertigen ließ. Diese Erfahrung führte laut Maria zur Entscheidung, Möbeldesign und Restauration am Art College in Tartu zu studieren. Ihre Kenntnisse und Fertigkeiten im Produktdesign und Innenarchitektur hat Maria an der Kuopio Academy of Design in Finnland noch weiter optimiert.
Hocker TIBU - von Probearbeit zum Designklassiker
Von ihren Entwürfen am meisten bekannt ist der Hocker-Beistelltisch TIBU. Ursprünglich als Hocker gedacht, wird TIBU von Kunden eher als Tisch verwendet. „TIBU ist ein Wohnaccessoire, das hauptsächlich am Sofa oder am Bett als Beistelltisch für Kaffeetasse, Buch und mehr verwendet wird“, sagt die Designerin.

TIBU entstand während des Studiums als ihre erste praktische Arbeit: "Die Aufgabe bestand darin, einen Hocker zu schaffen, aber unser Dozent wollte keine langweiligen Dinge sehen, sondern erwartete etwas Besonderes." Maria skizzierte verschiedene Formen für den Hocker und fügte aus Spaß Pfoten und einen Schnabel hinzu. Sie dachte, wenn das nicht ausgefallen ist, dann was sonst.
„TIBU Hocker hat sich unerwartet als großer Erfolg erwiesen", sagt Maria. Bereits während der Schule gab es diejenigen, die ihn kaufen wollten. Heute ist TIBU fester Bestandteil weltweiter Ausstellungen, die der Estnischer Designerverband organisiert und wird weltweit verkauft.
Erfolg trotz vielen Hürden
Die meisten Hocker werden nach wie vor ins Ausland verkauft, vor allem nach Frankreich, Belgien und über den Baltic Design Shop nach Deutschland. Doch der Anfang war schwer, sagt Maria. „Als junge Designerin war es schwierig, den Hocker zu einem vernünftigen Preis produzieren zu lassen und zu vermarkten. Das sind Themen, an denen sich – neben ansprechendem und durchdachten Design – der Erfolg gemessen wird.“
Sie fügt hinzu, dass es jetzt vielleicht ein bisschen einfacher ist, ein eigenes Label zu gründen und Produkte herzustellen, als vor einiger Zeit. "In Tallinn und anderen estnischen Städten sind viele Geschäfte für estnisches Design entstanden, die die Möglichkeit bieten, Produkte zu testen und zu vermarkten." Für Maria gelang der Durchbruch durch die weltweiten Ausstellungen vom Estnischen Designerverband.
Stilistische Verspieltheit als Alleinstellungsmerkmal
Laut Maria werden auf dem estnischen Markt überwiegend kleine Accessoires und Inneneinrichtungselemente wie Topf- und Tassenuntersetzer, Reflektoren, Tisch- und Wanduhren, Schalen und dergleichen nachgefragt. In den Anfangsjahren waren ihre Kunden überwiegend finnische und schwedische Touristen. "Aber irgendwann haben auch die Esten selber estnisches Design entdeckt und den Fokus mehr auf Inneneinrichtung und Dekoelemente gelegt“, sagt Maria.

Marias stilistische Handschrift ist verspielt. "Einrichtungsgegenstände sollten möglichst eine spielerische Form haben, um mehr positive Emotionen in den Alltag zu bringen.“ Das ist ihre Mission mit jedem neuen Produkt, das sie entwirft.



Ihre letzten Produkte sind vor allem an Kinder gerichtet gewesen. Für den Designwettbewerb „Kindersachen“ des Estnischen Designerverbands hat sie zwei Lern-Kinderspiele entworfen. Für das Kinderzimmer hat die Designerin schöne Holzuhren und Wandorigamis in Fuchsform im Portfolio.

Im Baltic Design Shop bieten wir neben dem Hocker TIBU in verschiedenen Farbvarianten auch schöne Topfuntersetzer und Tassenuntersetzer aus Holz und Filz an. ZUM SHOP!
Quelle: https://ehitusest.ee/uudis/2019/06/19/maria-rasta-disain-toob-naole-naeratuse/
Fotos: Maria Rästa Design





