Skandinavische Sofas
Skandinavische Sofas: Kaufberatung für Maße, Polster und Gestell
Ein Sofa muss zum Raum passen, zum Körper und zum Alltag. Bei skandinavischen Sofas lässt sich das an vier Dingen prüfen: an den Maßen, an der Sitzfläche, an der Polsterung und am Gestell. Die fünf Antworten unten geben dir Richtwerte, mit denen du Modelle selbst vergleichen kannst, und zeigen, worauf es bei skandinavischen Polstermöbeln ankommt.
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Welches Sofa passt in ein kleines Wohnzimmer?
Ein Sofa für ein kleines Wohnzimmer ist meist ein Zweisitzer, bei dem du vor allem auf die Tiefe achtest. Wer eine Couch für kleine Räume sucht, schaut zuerst auf die Breite. Die Tiefe bestimmt aber, wie viel Platz für Laufwege und Tisch bleibt.
- Breite: Zweisitzer messen meist 150 bis 180 cm, Dreisitzer beginnen bei etwa 190 cm.
- Gesamttiefe: Bei Zweisitzern liegt sie meist zwischen 85 und 100 cm.
- Durchgang: Neben dem Sofa bleiben besser 40 bis 50 cm frei, zu Möbeln gegenüber mindestens 70 cm.
- Sitzplätze: Rechne pro Person mit 52 bis 60 cm Sitzbreite, dazu kommen die Armlehnen.
Ein kleines Sofa ist nicht automatisch bequem. Ist die Sitztiefe zu knapp, fehlt dem Rücken die Stütze. Hohe Füße von etwa 12 bis 15 cm lassen den Boden sichtbar und machen den Raum optisch leichter als bodenbündige Modelle.
Kompakte Maße hat das 2-Sitzer-Sofa SMOOTH mit 155 cm Breite und 82 cm Tiefe. Als flexiblen Zusatzplatz nimmst du den Hocker MOSS, der mit einem Tablett auch als kleiner Couchtisch dient.
Wie tief und wie hoch sollte die Sitzfläche eines Sofas sein?
Bei einem Sofa liegt die Tiefe der Sitzfläche meist bei 55 bis 60 cm, die Sitzhöhe bei 40 bis 50 cm. Welche Werte zu dir passen, hängt von deiner Größe ab und davon, ob du aufrecht sitzt oder halb liegst.
- Sitztiefe: Standard sind 55 bis 60 cm, loungeartige Sofas beginnen bei etwa 65 cm.
- Sitzhöhe: Unter 1,65 m Körpergröße passen eher 40 bis 45 cm, ab 1,85 m eher 45 bis 50 cm.
- Messen: Die Sitzhöhe deiner Couch misst du vom Boden bis zur Oberkante des Sitzkissens.
Richtig sitzt du, wenn deine Füße flach auf dem Boden stehen und die Knie etwa im rechten Winkel gebeugt sind. Ist die Sitzfläche zu tief, stützt sie die Beine nicht, und die Füße verlieren den Bodenkontakt. Ist sie zu flach, fehlt dem Rücken der Halt. Wer gern lange liegt, wählt eine tiefe Sitzfläche und legt Kissen als Rückenstütze dazu.
Eine höhere Sitzfläche erleichtert das Aufstehen. Das hilft vor allem älteren Menschen und allen, die weniger beweglich sind. Wenn du nur einen Sitzplatz brauchst, schau in die Kollektion Sessel.
Mit 63 cm Sitztiefe liegt das 2-Sitzer-Sofa MOSS über dem Standard und ist eher zum Zurücklehnen gedacht. Das Modulsofa CAVA geht mit 75 cm Sitztiefe noch weiter. Bei Modellen mit mehr als 60 cm Sitztiefe prüfst du am besten, ob deine Füße noch den Boden erreichen, oder planst einen Hocker ein.
Was ist ein Modulsofa und für wen lohnt es sich?
Ein Modulsofa besteht aus einzelnen Elementen, die du nach dem Baukastenprinzip kombinierst, erweiterst oder umbaust. Es lohnt sich für dich, wenn sich dein Wohnraum oder dein Bedarf ändern kann. Die Modulsofas im Shop zeigen, wie viele Formen aus wenigen Elementen entstehen.
Das spricht dafür:
- Anpassbar: Du ergänzt Sitzplätze für Gäste und nimmst sie danach wieder weg.
- Umzugsfreundlich: Einzelne Elemente passen durch enge Türen und Treppenhäuser, an denen ein ganzes Sofa scheitert.
- Wandelbar: Ein Element, das du nicht mehr brauchst, kann in einem anderen Raum stehen.
Darauf solltest du achten:
- Neue Elemente müssen in Höhe, Breite und Tiefe zum bestehenden Sofa passen.
- Die Verbindungen solltest du nach dem Aufbau auf Stabilität prüfen.
- Wer später umbauen möchte, achtet auf lösbare Verbindungen, denn verleimte oder fest verschraubte lassen sich schwer ändern.
Beim 3-Sitzer-Modulsofa CAVA mit 270 cm Länge und 110 cm Tiefe halten unsichtbare Metallclips die Module zusammen. Das Outdoor-Modulsofa MOOD zeigt, wie weit das System reicht: Sein Eckelement misst 90 mal 90 cm, weitere Elemente schließen mit Klemmen an, die unter dem Sofa verborgen bleiben. Es ist für den Außenbereich gebaut.
Kaltschaum oder Federkern: Was sitzt sich besser?
Kaltschaum sitzt weich und anschmiegsam, Federkern fester und stützender. Bei einer Couch heißt die Frage deshalb meist: Kaltschaum oder Federkern, je nachdem, ob du Halt oder Weichheit magst. Besser ist, was zu deiner Art zu sitzen passt.
- Kaltschaum: Er passt sich den Konturen an, ist leicht und hält die Wärme stärker. Entscheidend ist die Dichte: Für Polstermöbel gelten mindestens 40 kg pro Kubikmeter als Richtwert.
- Federkern: Er arbeitet mit Stahlfedern und gibt fester nach. Beim Taschenfederkern steckt jede Feder einzeln in einem Stoffbeutel, deshalb gibt die Fläche genau dort nach, wo du drückst. Ein einfacher Bonellkern ist weniger elastisch.
Schaum mit geringer Dichte gibt früh nach, und an der Sitzkante bleibt eine Kuhle. Bei Kaltschaum hängt die Haltbarkeit darum stark von der Dichte ab. Federkerne gelten als langlebig. Ob eines der beiden bei Rückenbeschwerden besser ist, lässt sich nicht pauschal sagen, hier entscheidet dein persönliches Sitzgefühl.
Wichtig ist auch die Unterfederung, nicht nur das Material der Polsterung. Das Sofa COSMO kombiniert Kaltschaum mit Wellenfederung in Sitz und Rückenlehne.
Was spricht für ein Sofa mit Holzgestell?
Ein Sofa mit Holzgestell behält seine Form über Jahre und bekommt durch das Holz seinen Charakter. Entscheidend sind die Holzart und der Aufbau des Rahmens.
- Massivholz: Es ist das klassische Gestellmaterial, arbeitet aber mit der Luftfeuchte und quillt oder schwindet leicht.
- Sperrholz: Es besteht aus mindestens drei verleimten Lagen, die um 90 Grad versetzt liegen. Dadurch arbeitet es deutlich weniger als Vollholz und bleibt formstabiler als Spanplatte.
- Spanplatte: Gestelle aus Pressspan gelten als anfällig.
Ein Sperrholzrahmen bleibt über viele Jahre formstabil, solange die Platten nicht zu dünn sind. Achte deshalb auf die Angaben zum Rahmen und auf die Dicke der Platten.
Sichtbares Holz gibt dem Sofa Charakter, zeigt aber auch Kratzer und braucht etwas Aufmerksamkeit. Wer ein rundum gepolstertes Sofa möchte, wählt Modelle ohne sichtbaren Rahmen.
Beim 3-Sitzer-Sofa BOHO besteht der Rahmen aus Massivholz und Sperrholz. Beim SMOOTH bleibt der Holzrahmen sichtbar und setzt sich von der Polsterung ab. Bei COSMO laufen die Füße aus Esche konisch zu.








































