Sessel
Skandinavische Sessel: Kaufberatung für Maße, Polster und Gestell
Wer skandinavische Sessel kaufen will, steht vor einer Entscheidung, die sich am Bildschirm schwer einschätzen lässt. Sie hängt an wenigen Punkten, die man prüfen kann: Sitzhöhe und Sitztiefe, der Platz im Raum, das Holzgestell und die Frage, ob ein Hocker dazugehört. Wer diese Punkte kennt, sortiert schnell aus und entscheidet mit mehr Sicherheit.
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Wie finde ich einen bequemen Lesesessel?
Bequem wird ein Lesesessel, wenn Sitzhöhe, Sitztiefe und Lehne zur Körpergröße passen. Dazu kommt, wie du sitzt: aufrecht zum Lesen oder zurückgelehnt zum Ausruhen.
- Sitzhöhe: Bei 160 bis 180 cm Körpergröße passen 43 bis 46 cm. Kleinere Menschen brauchen eine niedrigere, größere eine höhere Sitzfläche.
- Sitztiefe: Zwischen Sitzkante und Kniekehle sollten drei bis vier Fingerbreiten frei bleiben. Bei 160 bis 180 cm passen 50 bis 55 cm Sitztiefe.
- Rückenlehne: Der untere, gewölbte Teil der Lehne liegt am Beckenrand an und stützt den Rücken. Bei mittlerer Größe liegt die Lehnenhöhe bei 75 bis 85 cm.
- Armlehnen: Die Unterarme liegen etwa im rechten Winkel auf, und die Armlehnen stehen ungefähr schulterbreit auseinander.
- Polster: Niedrig dichter Schaumstoff wird nach ein bis zwei Jahren deutlich weicher. Hochdichter Schaumstoff behält seine Form.
Der Winkel zwischen Sitz und Lehne bestimmt die Haltung. Aufrecht sitzt man bei etwa 90 Grad, locker bei 110 bis 120 Grad und entspannt bei 130 bis 145 Grad. Zum Lesen passt meist der lockere Winkel, zum Ausruhen der entspannte.
Lege deine eigenen Maße neben die Werte im Datenblatt, dann siehst du schnell, welcher Sessel zu dir passt. Der Sessel SMOOTH hat 39,5 cm Sitzhöhe und 57,8 cm Sitztiefe. Er sitzt sich also niedrig und tief.
Welcher Sessel passt in eine kleine Wohnung?
In eine kleine Wohnung passt ein Sessel, der wenig Grundfläche braucht und den Boden sichtbar lässt. Entscheidend sind Breite, Tiefe und die freien Wege zwischen den Möbeln, weniger die Quadratmeterzahl des Raums.
- Tiefe: Für kleinere Räume sind 80 bis 85 cm Gesamttiefe besser geeignet.
- Gehweg: Zwischen den Möbeln sollten mindestens 60 cm frei bleiben.
- Beine: Sichtbare Beine lassen den Boden durchscheinen und wirken leichter als ein geschlossener Sockel.
Auch in kleinen Räumen entscheidet die Sitzhöhe über den Komfort. Kleinere Menschen erreichen den Boden mit einer niedrigeren Sitzfläche sicher, bei Standardsesseln mit 45 bis 50 cm Sitzhöhe schweben die Füße schnell. Für kurze Oberschenkel passt außerdem eine geringere Sitztiefe.
Skandinavische Sessel gibt es auch als Designersessel in kompakten Maßen. Der Sessel RETRO wirkt mit seinem Eichenholz skandinavisch und bleibt mit 63 cm Breite und 70 cm Tiefe kompakt. Damit liegt er unter der Tiefe, die für kleinere Räume genannt wird.
Lohnt sich ein Sessel mit Hocker?
Ein Hocker lohnt sich, wenn man im Sitzen die Beine regelmäßig erhöht ablegen möchte. Ob er passt, entscheidet vor allem die Höhe im Verhältnis zur Sitzfläche des Sessels.
- Höhe: Der Hocker liegt etwa 2 bis 5 cm unter der Sitzfläche. Die meisten Modelle sind 30 bis 45 cm hoch.
- Zu hoch: Liegt der Hocker über der Sitzfläche, werden die Beine unbequem angewinkelt.
- Tragkraft: Dient der Hocker auch als Sitzplatz, braucht er mindestens 100 kg Tragkraft. Reine Fußstützen tragen oft weniger.
- Polster: Weiche Polster geben nach, die tatsächliche Höhe fällt dadurch etwas niedriger aus.
- Bezug: Kunstleder lässt sich feucht abwischen, Stoff fühlt sich angenehmer an, und Samt zeigt Druck- und Strichspuren.
Ein passender Hocker steigert den Sitzkomfort, ersetzt aber keinen Sessel mit passenden Maßen. Der Hocker für Sessel VOOG ist 39 cm hoch. Rechnet man den Abstand zurück, passt er zu Sitzflächen von etwa 41 bis 44 cm.
Hocker in weiteren Höhen gibt es in der Kollektion Hocker.
Worauf kommt es bei einem skandinavischen Sessel mit Holzgestell an?
Beim Holzgestell kommt es auf die Holzart, die Bauweise und den Einsatzort an. Massivholz und Sperrholz verhalten sich unterschiedlich, und beide können ein gutes Gestell bilden.
- Esche: Das Holz ist elastisch und lässt sich biegen, daher passt es zu geschwungenen Formen. Es ist vor allem für den Innenraum gedacht.
- Eiche: Eiche ist hart, fest und robust, und sie passt zu stark beanspruchten Teilen. Sie gilt als beständig gegen Feuchtigkeit und Schädlinge.
- Buche: Buche ist sehr schwer und sehr hart. Das macht sie langlebig. Sie schwindet allerdings stark und ist anfälliger für Schädlinge als Eiche.
- Birke: Birke wird im Möbelbau meist als Sperrholz oder Furnier verarbeitet.
Sperrholz besteht aus mindestens drei dünnen Furnieren, die abwechselnd längs und quer verleimt sind. Diese Kreuzlagen verziehen sich weniger als Vollholz, das mit der Luftfeuchte arbeitet. Massivholz schwindet in Faserrichtung kaum, quer dazu aber deutlich. Das Holz arbeitet also vor allem quer zur Faser.
Im Sessel COSMO besteht der Rahmen aus Massivholz und Sperrholz, die konisch zulaufenden Füße sind aus Esche mit Möbelfilz. Der Sessel PLYBACK hat ein Gestell aus gebogenem Birkensperrholz mit Metallfüßen.
Achte auf die Verbindungen von Beinen und Lehne. Ein Gestell muss auch unter Last ruhig stehen.
Welcher Sessel passt zu meinem Sofa?
Ein Sessel passt zum Sofa, wenn er es in Farbe, Material oder Form aufgreift, ohne es zu kopieren. Ein Set aus identischen Teilen wirkt dagegen schnell wie im Möbelhaus.
- Farbe: Harmonie heißt Töne einer Farbfamilie, etwa ein dunkelgraues Sofa mit einem helleren grauen Sessel. Kontrast heißt ein neutrales Sofa mit einem farbigen Sessel.
- Material: Ein Ledersofa verträgt Sessel aus Samt oder Leinen, weil die Mischung Tiefe schafft.
- Holz und Metall: Hat das Sofa Holzbeine, passt ein Sessel mit Metallgestell gut dazu, und umgekehrt.
- Holzton: Helle Hölzer wie Eiche oder Birke passen zum skandinavischen Stil, dunkles Holz wie Nussbaum wirkt eher Mid-Century.
- Höhe: Sofas haben meist eine Sitzhöhe von 40 bis 50 cm. Ein Sessel in ähnlicher Höhe wirkt daneben stimmig.
Beim Vergleich lohnt sich ein Blick auf die Lehnen: Ähnliche Lehnenhöhen lassen eine Sitzgruppe ruhiger wirken. Auch Tiefe und Breite sollten zusammenpassen. Ein tiefes, breites Sofa verträgt Sessel mit ähnlichen Maßen, ein schlankes Sofa passt zu schlanken Sesseln.
Ein Teppich, auf dem die vorderen Beine von Sofa und Sessel stehen, verbindet die Sitzgruppe und wirkt ruhig.
Beim Sessel SMOOTH hebt sich der Holzrahmen deutlich von der Polsterung ab, das ist ein Beispiel für Kontrast. Der Sessel VOOG kombiniert ein Metallgestell mit Füßen aus Esche. Sofas dazu findest du auf der Seite Sofas.



































